Verkehr und Mobilität

Verkehr und Mobilität

Unser Ziel ist es, dass wir die Verkehrsemissionen in der Stadt Bonn nachhaltig senken, den Autoverkehr im Innenstadtbereich reduzieren, die Anzahl der Ladestationen für E-Autos erhöhen und die Fahrradinfrastruktur ausbauen. Für uns ist und bleibt der motorisierte Fahrzeugverkehr ein wichtiger Verkehrsträger, dessen Infrastruktur ebenfalls verbessert und ausgebaut werden muss.



Dieses Ziel wollen wir mit folgenden Maßnahmen erreichen:

 

 

  • Um die Stadt als Wohn- und Arbeitsplatzstandort zu stärken, unterstützen wir die Pläne zur Realisierung einer Westbahn, die vom Stadtzentrum über die Endenicher Straße und den Hermann-Wandersleb-Ring auf den Hardtberg führt. Dabei ist zu prüfen, wie durch P&R-Parkplätze der individuelle Berufspendlerverkehr in die Innenstadt reduziert und die Anbindung der Stadtteile Lengsdorf, Ückesdorf und Röttgen gewährleistet werden kann.
  • Wir unterstützen Verkehrspartnerschaften aller Mobilitätsformen, da viele Bürgerinnen und Bürger auch zukünftig auf den motorisierten Individualverkehr (MIV) angewiesen sind. Wir streben einen Modal Split von 25 Prozent motorisierter Individualverkehr und 75 Prozent Umweltverbund (Rad, ÖPNV, Fuß) an.
  • Wir favorisieren einen Radverkehr über die Nordbrücke und den Bau einer neuen Fußgänger- und Radbrücke zwischen Kennedy- und Adenauerbrücke.
  • Wir setzen uns für mehr Zuverlässigkeit, bessere Anbindungen, Taktverkürzungen, Fahrzeitenausdehnungen und erhöhte Kapazitäten bei Bussen und Bahnen ein. Dabei ist uns klar, dass Taktverdichtungen erst möglich sind, wenn die bestellten Stadt- und Straßenbahnen fahren, d.h. nicht vor 2023. Taktverdichtungen erwarten wir insbesondere auf der Hauptlinie der Stadtbahn vom Hbf Bonn bis zur Olof-Palme-Allee und der Linie 66. Wir setzen uns für eine bessere Anbindung des Bonner Bogens an den ÖPNV ein. Wir setzen uns für die Ausdehnung der Fahrzeiten auf den ganzen Tag bei den Linien 16 und 18 ein, auch wenn bei der Linie 18 das bisher noch eingleisige Teilstück zweigleisig ausgebaut werden muss.
  • Zur Attraktivität des ÖPNV gehört für uns auch, dass Busse und Bahnen vollklimatisiert, mit WLAN ausgestattet und in einem guten und sauberen Zustand sind. Haltestellen sollen überdacht sein und einen Wetterschutz bieten.
  • Wir setzen uns für die Sicherheit der Fahrradfahrerinnen und -fahrer auf Bonns Straßen ein. Dazu werden wir eine bauliche Trennung von Radwegen und Fahrbahnen dort umsetzen, wo es die Breite der Straße zulässt. Ist eine bauliche Trennung nicht möglich, setzen wir uns für eine deutliche Markierung von Fahrradschutzstreifen auf der Straße ein, sodass für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer ein sicherer und konfliktfreier Verkehrsfluss möglich ist. Im Zuge dessen setzen wir uns dafür ein, dass Schäden auf Radwegen sowie Hindernisse beseitigt werden, die die Radwege beeinträchtigen und mehr Fahrradstellplätze einrichten.
  • Wir werden ein lückenloses Fahrradnetz mit durchgängigen Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen einrichten und weitere Radpendlerrouten und Radschnell-wege bauen. Dies gilt insbesondere für Wege entlang des Rheins. Die Radwege müssen zudem Bonn besser mit dem Rhein-Sieg-Kreis verbinden. Ein verbessertes Baustellenmanagement muss aus unserer Sicht auch verstärkt auf die Belange von Fahrradfahrerinnen und -fahrern Rücksicht nehmen.
  • Das bereits gut etablierte Fahrradverleihsystem werden wir durch eine Vernetzung mit dem Umland weiter verbessern und noch attraktiver machen. Zur Attraktivität gehören für uns auch Pedelecs und Lastenfahrräder dazu. Hierbei geben wir darauf Acht, dass diese, wie das bisherige Angebot der Leihfahrräder auch, gegen Missbrauch ausreichend gesichert sind.
  • Weitere Schnellbuslinien, zum Beispiel zwischen Bonn und Meckenheim, werden geschaffen, um die Wohn- und Arbeitsplatzstandorte zwischen der Region und Bonn besser zu verbinden. Perspektivisch streben wir daneben eine Verlängerung der Linie 61/62 bis nach Friesdorf sowie die Verlängerung der Linie 16/63 bis nach Mehlem an und wirken auf die Planung weiterer Haltestellen hin.
  • Wir wirken auf die Planung von Haltestellen ein und berücksichtigen dabei neben der Verkehrssicherheit auch den Aspekt der sozialen Sicherheit. Konkret bevorzugen wir helle und gut frequentierte Standorte sowie eine moderne, transparente und gut beleuchtete Gestaltung.
  • Wir werden uns dafür einsetzen, dass mehr IC- und ICE-Züge in Bonn halten.
  • Fußgängerinnen und Fußgänger dürfen als Verkehrsteilnehmerinnen und ‑teilnehmer nicht vergessen werden. Wir brauchen gut ausgebaute Gehwege und müssen auf sicherere Übergänge, ob Zebrastreifen, Ampelüberweg, Bahnübergang oder Unter- und Überführungen, setzen. Dabei ist selbstverständlich auch auf eine Barrierefreiheit zu achten, um Kinderwägen, Rollatoren und Rollstühlen eine unkomplizierte Bewegung zu ermöglichen, besonders bei der Überwindung von Höhenunterschieden.
  • Sofern die Entlastung des Straßenverkehres nachgewiesen ist und sich das Land NRW und ggfs. der Bund an den Baukosten beteiligen, setzen wir uns für den Bau einer Seilbahn ein. Die Linienführung muss die gesamte Region berücksichtigen, P&R-Parkplätze an hierfür geeigneten Haltestellen umfassen und an das weitere Nahverkehrsnetz angebunden sein.
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